Die Geschichte des Schwimmereins Brunkensen e.V.

gegründet: 1953, aufgelöst: 1975

 

Vorgeschichte

 

Im Jahre 1948 wurde August Strohmeier Hauptlehrer an der Volksschule in Brunkensen.

Seine Idee war, dass alle Schulkinder schwimmen lernen müssen. Mit fleißigen Helfern aus dem Dorf und aus der Elternschaft begann er, einen der beiden aus der Kriegszeit vorhandenen Ölbehälter in ein Schwimmbecken zu verwandeln. Die Besitzerin des Grundstücks, Frau Lilly Schmoldt, erlaubte den Umbau und die Benutzung des Geländes.

 

Weil die beiden beschädigten runden Behälter als Öl-Lager gedient hatten, musste der alte Putz abgeklopft werden. Danach wurde die Beton-Wand isoliert und mit frischem Putz versehen.
Gleichzeitig wurde (am Nichtschwimmer-Becken) der Eingang herausgebrochen und begradigt. Alles wurde mit einfachen Werkzeugen von Hand ausgeführt - eine sehr mühevolle und schmutzige Arbeit!

Eine Treppe wurde (am Schwimmer- bzw. Hauptbecken) gebaut, die außen hinauf und innen hinab führte. Ein kleines Podest sollte als Absprungfläche dienen. Das Badewasser wurde durch eine Pumpe mit elektrischem Antrieb von der anderen Seite der Glene aus dem Überlauf des Trinkwasser-Beckens gepumpt. Als Abfluss diente eine Rohrleitung mit Absteller in den Bach.

 

An eine an der Glene entlanglaufenden Mauer wurden Schuppen gemauert. Diese dienten als Umkleide-Kabinen und Geräteraum. Auch Duschen wurden in diesem Bereich installiert.

Wege wurden mit Platten verlegt und eine Liegewiese geschaffen. Alle Arbeiten wurden in Eigenleistung erledigt. Material- und Geldspenden halfen weiter.

Das Schwimmbecken hatte eine Wassertiefe von ca. 1 Meter (später wurde diese auf über 2 Meter erhöht). So konnte der Schwimm-Unterricht beginnen.

Von Zeit zu Zeit musste das Badewasser erneuert werden. Dann wurde das alte Wasser abgelassen und die Wände mit Besen sauber geschrubbt. Besonders Mutige stellten sich beim Einlassen des neuen Wassers unter den 14 Grad kalten Strahl!

Die Volksschule Brunkensen konnte in den nächsten Jahren tolle Erfolge bei der Schwimm-Ausbildung vorweisen: Fast alle Schüler bestanden das Freischwimmer-Zeugnis.

Als Träger" der Anlage diente der TSV Brunkensen, Schwimm-Abteilung.

Im Jahr 1953 kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Vorstand des TSV und den Mitgliedern der Schwimm-Abteilung. Weil man sich nicht einig wurde, wuchs bei den Schwimmern die Absicht, einen eigenen Verein zu gründen.

 

Vereinsgründung

 

Am 10.Juni 1953 trafen sich 22 Frauen und Männer und beschlossen. einen Schwimmverein zu gründen. Folgende Bürger aus Brunkensen waren dabei:

Günter Albrecht, Helmut Bauch, Albrecht Beie, Heinz Beske, Albert Billenkamp,

Heinrich Brandes, Alfons Frank, Hedwig Frank, Robert Lambrecht, Walter Lücke,

Ingrid Metje, Walter Metje, Anna Schleiß, Heinrich Schleiß, August Strohmeier,

Frieda Strohmeier, Wilhelm Vogel, Harry Wendenburg, Hilde Wendenburg,

Amo Ziebe und Waltraud Ziebe.

Am 6. Juli 1953 trafen sich diese Personen noch einmal. Sie gründeten den Verein, erarbeiteten eine Satzung und wählten den ersten Vorstand:

    1. Vorsitzender: Dentist Harry Wendenburg

    2. Vorsitzender: Kaufmann Walter Lücke

    Schriftführer: kaufm. Angestellter Walter Metje

    Kassenwart: Landwirt Willi Wittig

    Beirat: Landwirt Albert Billenkamp, Maurer Helmut Bauch, Hauptlehrer August Stohmeier

Die Gründer des Vereins waren der Überzeugung, dass man selbständig mehr für die Schwimmer-Jugend erreichen könnte. Das Bad wurde vom Verein übernommen. Mit den Erben von Frau Schmoldt wurde ein Pachtvertrag für das Gelände abgeschlossen.

Unterstützt wurden die Bemühungen von vielen freiwilligen Helfern. Finanzielle Hilfen gab es vom Landkreis Holzminden, dem Kreissportbund Holzminden, dem Niedersächsischen Schwimmverband und besonders von privaten Förderern.

Mit dem Pächter des Steinbruchs, Herrn Warnecke, wurde vereinbart, dass bei Sprengungen die Badegäste rechtzeitig gewarnt wurden. Am Ende des Jahres 1953 waren bereits über 70 Mitglieder im Verein.

 

1954

 

Am 7. Mai 1954 fand die Jahreshauptversammlung statt. Die Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis:

 

    1. Vorsitzender: Walter Lücke, Kaufmann

    2. Vorsitzender: Heinz Beske, Maurer

    Schriftführer: Walter Mede, Angestellter

    Kassenwartin: Hiltraud Müller, Lehrerin

    Sportwart: August Strohmeier, Hauptlehrer

    Fachwart Schwimmen: Willi Wittig, Landwirt

    Fachwart Leichtathletik: Rudi Jung, Verw.-Angestellter

    Jugendleiterin: Hiltraud Müller, Lehrerin

    Frauenwartin: Ingrid Metje, Hausfrau

    Gerätewart: Günter Scherpe, Elektriker

Amo Ziebe gründete in diesem Jahr die Jugendgruppe des Schwimmvereins. Die Jugendlichen sollten sich nicht nur sportlich betätigen, die überfachliche Jugendarbeit war sein Ziel. Auf Lehrgängen in Bündheim, Clausthal-Zellerfeld und Osterode hatte er sich auf diese Arbeit vorbereitet. Wöchentlich versammelten sich die Jugendlichen zum Gruppenabend im Sportheim. Es wurden Lieder eingeübt, Spiele gemacht und diskutiert.

Amo Ziebe verstand es von Anfang an, die Jugendlichen zu begeistern. Sein Motto: Jeder kann mitmachen, Unabhängigkeit und Toleranz war für ihn ganz wichtig. Bald bildete sich ein fester Kreis von jungen Leuten.

 

  

1955

 

Inzwischen existierte eine Gruppe von aktiven Schwimmern. Trainiert wurde in Brunkensen.  Prüfungen wurden im Alfelder Freibad abgenommen. Im Winter fuhren die Schwimmer in das Hallenbad Stadtoldendorf zum Training. Die Scheine der DLRG wurden in Alfeld von dem damaligen Bademeister Bayerlein abgenommen. Geleitet wurde diese Gruppe von Horst Mildner und Willi Trinkies.

Die Jugendgruppe unternahm in diesem Jahr ihre erste Fahrt: Die Gruppe besuchte mit Amo Ziebe, seiner Frau Waltraud sowie seinen Töchtern Marion und Sabine, die Jugendburg Ludwigstein an der Werra. Viele waren das erste Mal von zuhause weg, allen hat es gut gefallen. Von Ludwigstein aus wanderten wir durch das Werratal. Die gegenüberliegende Burg Hanstein lag bereits im östlichen Deutschland. Die Zonengrenze wurde stark bewacht.

In der Werra konnte man auch schwimmen, das Wasser war wegen der Einleitungen der Kali- Werke in Thüringen sehr salzig. Nach einer Woche ging es froh und munter zurück nach Brunkensen.

 

 

1956

 

Am 21.Januar 1956 fand die Jahreshauptversammlung statt. Die Neuwahlen ergaben folgendes Ergebnis:

     1. Vorsitzender: August Strohmeier

     2. Vorsitzender: Friedrich Funke

     Schriftführer: Walter Metje

     Kassenführerin: Charlotte Backes

     Sportwart: Horst Mildner und Willi Trinkies

     Jugendwart: Amo Ziebe

     Frauenwartin: Margot Lindner

     Gerätewart: Günter Scherpe

Im Bad gab es immer etwas zu tun: Das vordere Becken sollte zum Schwimmer-Becken ausgebaut werden. Unter der unermüdlichen Leitung von August Strohmeier schritt die Arbeit voran.

Die Wettkampf-Schwimmer machten Fortschritte: Unter der Leitung von Horst Mildner und Willi Trinkies wurde fleißig trainiert.

Schwimmer des Schwimmvereins Brunkensen beteiligten sich an Wettkämpfen in Grünenplan, Eschershausen, Holzminden und Bodenwerder. Erste Kreismeister-Titel wurden dabei gewonnen.

Die Jugendgruppe fuhr im Herbst unter der Leitung von Arno Ziebe an den Rhein.

Mit der Bahn ging es bis Wiesbaden. Von dort wanderten wir am Rhein abwärts von Jugendherberge zu Jugendherberge. Rüdesheim, St. Goarshausen, Koblenz, Kloster Maria Laach in der Eifel, Rhöndorf bis Bonn. Von dort ging es zurück, - für die 20 Teilnehmer ein tolles Erlebnis!

 

1957

 

Die Jahreshauptversammlung fand am 9. Februar 1957 statt. Wilhelm Vogel wurde in Anerkennung seiner besonderen Verdienste zum Ehrenmitglied gewählt.

Die Arbeit am Schwimmbad hörte nie auf l Es war geplant, die beiden Becken durch eine neun Meter breite Verbindung zusammenzuführen. Dieses Vorhaben scheiterte an den Kosten. Ein Landrat in Holzminden hatte August Strohmeier finanzielle Unterstützung zugesagt! Sein Nachfolger wollte von den Zusagen seines Vorgängers nichts wissen!

Die Jugendgruppe und die inzwischen von Herbert Strauß geleitete Kindergruppe fuhren im Sommer nach Pelzerhaken an die Ostsee. Die Unterkunft war sehr bescheiden. Die Mädchen schliefen in festen Häusern die Jungen in Zelten. Das Essen war auch sehr mäßig! Trotzdem war es für alle ein erlebnisreicher Badeurlaub.

Im Winter fand auf dem Saal im Gasthaus Zur Post ein großer ,,Elternabend" der Jugendgruppe statt. Es wurde vorgesungen, vorgetanzt und Sketsche gespielt. Der Abend war ein voller Erfolg, Jugendliche und Eltern waren begeistert.

 

 

1958

 

August Strohmeier plante auf dem Gelände zwischen Brücke und Schwimmbecken eine Leichtathletik-Anlage zu bauen. In mühevoller Kleinarbeit begann er, oft allein in aller Frühe, den Schotterplatz zu planieren. Von den Schwimmern wurde er zwar unterstützt, aber es ging sehr langsam voran. Der Sport-Betrieb ging weiter.

 

Die Jugendgruppe fuhr im Herbst 1958 zu einer Wanderfahrt in den Schwarzwald.

Von Freudenstadt aus liefen wir von Jugendherberge zu Jugendherberge in südliche Richtung.

Höhepunkt der Fahrt war die Besteigung des Feldberges vom Schluchsee aus.

Von Konstanz am Bodensee fuhr die Gruppe mit der Bahn zurück

 

 

1959

 

Am 4. Januar fand die Jahreshauptversammlung des Schwimmvereins statt. Bei den Vorstands-Wahlen gab es folgendes Ergebnis:

    1. Vorsitzender: August Strohmeier

    2. Vorsitzender: Herbert Strauß

    Schriftführer: Walter Metje

    Kassenführerin: Charlotte Backes

    Sportwart: Horst Mildner

    Jugendwart: Amo Ziebe

    Jugendwartin: Käthe Strauß

    Sozialwart: Theodor Richter

Die Mitgliederzahl hat sich tüchtig vergrößert: neben einigen Austritten sind vor allem viele Jugendliche dem Verein beigetreten.

Im Sommer 1959 unternahm die Jugendgruppe eine große Reise: Im Auftrag der Deutschen Kriegsgräberfürsorge fuhren wir nach Italien. 21 Teilnehmer reisten mit einem Bus bis nach Süd-Italien in die Nähe von Salerno.

Geschlafen wurde in mitgenommenen Zelten, gekocht wurde von den Mädchen. Vier Jungen bildeten den Einkaufs-Trupp.

Die Fahrt dauerte vier Wochen. Die Hinreise ging über die Alpen, am Gardasee entlang und weiter durch die Toskana. Wir besuchten Florenz, Siena und Rom. Nach einer Woche kamen wir in der Nähe von Salerno an. Bei den Ruinen von Paestum schlugen wir unser Quartier auf.

Für die nächsten 14 Tage waren wir mit der Pflege von deutschen Soldatengräbern beschäftigt. Die damals noch auf verschiedenen Dorf-Friedhöfen liegenden Gräber wurden vom Unkraut befreit, die Holz-Kreuze neu weiß gestrichen und alle Grabstätten dokumentiert. Bei der Invasion der amerikanischen Soldaten hatte es viele Tote gegeben. Auf den meisten Gräbern stand: “Unbekannter deutscher Soldat".

Vormittags wurde gearbeitet, nachmittags konnten wir im Mittelmeer baden oder Ausflüge in die nähere Umgebung machen.

Später wurden die Toten auf einen zentralen Friedhof für deutsche Gefallene umgebettet.

Die einwöchige Rückfahrt ging an der Ostseite Italiens entlang: Ascona, Ravenna, Venedig und weiter durch die Dolomiten. Die letzte Station war Salzburg.

Braungebrannt und mit vielen schönen Erlebnissen kehrten wir nach Brunkensen zurück. Diese Reise bleibt allen Teilnehmern immer in Erinnerung.

 

 

1960

 

Der Betrieb im Lippolds-Bad ging weiter. Eltern oder ältere Vereinsmitglieder wechselten sich mit der Aufsicht im Bad ab. Die aktiven Wettkampf-Schwimmer nahmen an Veranstaltungen im Kreis Holzminden teil und erreichten gute Ergebnisse.

Am 14. Mai fand im Vereinslokal ,,Lippoldskrug" ein Vereinsvergnügen statt. Mit Vorführungen und Tanz war es ein großer Erfolg.

Die Jugendgruppe fuhr in diesem Jahr mit vielen Teilnehmern an die Ostsee. In Cismar kam die Gruppe in einem Zeltlager unter. Zum Strand führte ein einstündiger Weg.

Es wurde viel gebadet und die nähere Umgebung erkundet. Auf dem großen Gelände konnte man auch gut mit dem Ball spielen. Das Wetter war schön, die 14 Tage gingen schnell vorbei.

 

 

1961

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 16. Januar 1961 wurde folgender Vereinsvorstand gewählt:

     1. Vorsitzender: August Strohmeier

     2. Vorsitzender: Willi Trinkies

     Schriftführer: Walter Metje

     Kassenführerin: Charlotte Backes

     Sportwart: Host Mildner

     Schwimmwart: Bernd Sürig

     Jugendleiter: Rudolf Theinert

     Jugendleiterin: Helga Sille

     Frauenwartin: Helene Mundt

     Sozialwart: Gerhard Mundt

Der Betrieb im Bad ging seinen gewohnten Gang. Die Schwimmer nahmen an Wettkämpfen teil.

Die Jugendgruppenabende fanden regelmäßig statt. Eine Fahrt wurde in diesem Jahr nicht durchgeführt.

 

1962

 

Im Bad wurde weiter an dem Leichtathletik-Platz gearbeitet. Die aktiven Schwimmer trainierten regelmäßig und nahmen an Wettkämpfen teil. Bemd Sürig hatte die Kindergruppe übernommen und unternahm im Sommer 1962 zusammen mit Hannelore Leimeister (seiner späteren Frau) eine Fahrt auf die Jugendburg Ludwigstein. Den Kindern hat es gut gefallen. Bernd Sürig verstand es von Anfang an, die Jugendlichen zu begeistern. Die Älteren zwischen 14 und 20 Jahren fuhren im Herbst unter der Leitung von Hanna Emmerich an die Mosel. Von Trier aus wanderte die Gruppe an der Mosel entlang bis Koblenz. Anschließend fuhren die Teilnehmer bis Limburg. Von dort aus ging es ,,per Anhalter" auf einem Lastkahn die Lahn hinunter bis Bad Ems. Das Wetter war schön, allen Teilnehmern hat die Fahrt gut gefallen.

Im schneereichen Winter 62/63 wurden in Brunkensen Ski-Wettbewerbe organisiert.

Busfahrten zum Skilaufen in den Harz wurden auch später regelmäßig durchgeführt.

Zum Volkstrauertag wurde das Theaterstück ,,Fünf Mann - ein Brot" von der Jugendgruppe  aufgeführt.

 

1963

 

Am 5.Januar 1963 wurde bei der Jahreshauptversammlung folgender Vorstand gewählt:

    1. Vorsitzender: August Strohmeier

    2. Vorsitzender: Willi Trinkies

    Schriftführer: Walter Metje

    Kassenführerin: Charlotte Backes

    Jugendleiterin: Hanna Emmerich

    Jugendleiter: Bernd Sürig

    Frauenwartin: Helene Mundt

    Sozialwart: Gerhard Mundt

Im Sommer fand ein Vereinsfest anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Vereins statt:

Im neuen Freibad Hohenbüchen richtete der Verein Schwimm-Wettkämpfe aus. Abends fand auf dem Saal im Gasthaus „Zur Post“ eine große Tanzveranstaltung statt.

Die Kinder-Jugendgruppe fuhr unter der Leitung von Bernd Sürig und Hannelore Leimeister im Sommer auf die Jugendburg Sternberg. Die Jugendgruppe der ab 14-jährigen fuhr im Herbst in den Bayrischen Wald. Von Regensburg aus wurde das Gebirge durchwandert. Der Arber und der Lusen wurden bestiegen. Die Wandertour endete in Passau, von dort ging es mit der Bahn zurück. Im Winter wurde ein Theaterstück eingeübt und auf dem Saal vorgeführt:  ,,Der Revisor" von Gogol. Bei den Probe-Abenden und bei der Aufführung gab es viel Spaß. Die „Schauspieler" wurden mit großem Beifall bedacht.

 

1964

 

Im Januar 1964 fand, die Jahreshauptversammlung statt. August Strohmeier trat aus gesundheitlichen Gründen als 1. Vorsitzender zum Bedauern aller Mitglieder zurück

Der Verein hatte inzwischen 178 Mitglieder. Die Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis:

           1. Vorsitzender: Arno Ziebe

           2. Vorsitzender: Werner Sürig

           Schriftführer: Rudolf Theinert

           Kassenführerin: Charlotte Backes

           Sport- u. Turnwart: Herbert Strauß

           Schwimmwart: Manfred Grave

           Jugendleiterin: Hanna Emmerich

           Jugendleiter: Bernd Sürig

           Frauenwartin: Frieda Strohmeier

           Sozialwart: Willi Trinkies

           Gerätewart: Kurt Grundey

August Strohmeier wird einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt!

Im Bad fand weiter Badebetrieb und Schwimmtraining statt. Kleine Wartungsarbeiten wurden von Ehrenamtlichen ausgeführt. Auch die Aufsicht geschah ehrenamtlich.

Die Kinder-Gruppe fuhr unter der Leitung von Bernd Sürig und Hannelore Leimeister im Sommer 1964 an den Möhnesee.

Die Jugendlichen unternahmen im Herbst 1964 unter der Leitung von Hanna Emmerich eine Fahrt an die Donau. Mit dem Zug ging es bis Linz. Ab dort wurde an der Donau entlang von Jugendherberge zu Jugendherberge gewandert.

Stationen waren Melk, die Wachau, Dümstein und Krems. Einen Teil der Strecke bis Wien fuhren wir wieder per Bahn. Durch den Wienerwald ging es zu Fuß weiter bis Grinzing.

In Wien wurde Schloss Schönbrunn, der Stephans-Dom, die Hofreitschule und der Prater besichtigt. Auch ein Theater-Besuch rundete den Aufenthalt in ab.

Zurück ging es mit der Bahn. - Eine erlebnisreiche Reise für alle Teilnehmer.

 

  

1965

 

Am 1.Februar 1965 fand die Jahreshauptversammlung des Schwimmvereins statt. Der Verein hat zu dieser Zeit 197 Mitglieder. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:

           1. Vorsitzender: Amo Ziebe

           2. Vorsitzender: Werner Sürig

           Schriftführer: Rudolf Theinert

           Kassenführerin: Charlotte Backes

           Jugendleiterin: Almut Bohnsack

           Frauenwartin: Frieda Strohmeier

           Sozialwart: Willi Trinkies

Im Bad gab es zunehmend Probleme: Weil es öfter zu Kurzschlüssen bei unserem elektrischen Anschluss für die Wasserpumpe gekommen war, kündigte uns Herr Abig vom Nachbargrundstück seine Genehmigung. Ein gesonderter Anschluss durch den Versorger "Wesertal" war nicht bezahlbar. Wir mussten einen Benzin-Motor anschaffen, um Frischwasser pumpen zu können. Beim Ausbau ging es nicht voran, August Strohmeier fehlte krankheitsbedingt an allen Ecken und Enden!

Die Jugendgruppen unter der Leitung von Bernd Sürig trafen sich regelmäßig zu Gruppenabenden und kleineren Veranstaltungen.

 

1966

 

Die Jahreshauptversammlung 1966 fand am 22.Januar 1966 statt. Amo Ziebe und Rudolf Theinert erklärten, dass sie von Hannover aus doch schlecht den Verein führen konnten und erklärten ihren Rücktritt. Folgender neuer Vorstand wurde gewählt:

    1. Vorsitzender: Werner Sürig

    2. Vorsitzender: Kurt Grundey

    Schriftführer: Dietmar Backes

    Kassenführerin: Charlotte Backes

Amo Ziebe wurde auf Grund seiner großen Verdienste einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Bad gab es weitere Probleme: Die Versicherung verlangte von uns einen hauptberuflichen Bademeister einzustellen oder das Bad nur noch für Vereinsmitglieder zugänglich zu machen. Uns blieb nur die zweite Möglichkeit, nur noch Vereinsmitglieder durften das Gelände betreten.

Vom Kreisgesundheitsamt wurde uns die Genehmigung zum Badebetrieb gerade noch ganz knapp erteilt.

Die moderne Badeanstalt in Hohenbüchen machte uns zunehmend zu schaffen, viele Brunker fuhren am Lippoldsbad vorbei! Dazu kam, dass viele Leistungsträger des Vereins aus beruflichen Gründen Brunkensen verließen. Andere waren mit der Gründung einer eigenen Familie beschäftigt und hatten wenig Zeit für die Vereinsarbeit. Dadurch kam auch das Wettkampf-Schwimmen zum Erliegen.

 

Die Jugendgruppe bestand unter der Leitung von Egbert Grave noch einige Zeit (bis 1968).

lm Gebäude von Graves wurde (im Gewölbekeller der ehemaligen Pappenfabrik) ein Gruppenraum (mit großem Einsatz der Vereinsmitglieder und der großzügigen Ziegel-Spende vom Betriebsleiter des damaligen Tonwerks Hohenbüchen, initiiert durch dessen Sohn Henna Kress) eingerichtet und von den Jugendlichen noch mehrere Jahre genutzt (für Jugendgruppenabende und Tanzveranstaltungen mit selbstgebasteltem Röhrenverstärker und Lautsprecherboxen).

 

Das Ende des Schwimmvereins Brunkensen e.V.

 

Im nächsten Jahr mussten wir den Badebetrieb einstellen. Das Bad hatte seine Aufgabe erfüllt: fast alle Kinder aus Brunkensen hatten hier das Schwimmen gelernt!

Viele, die damals dabei waren, erinnern sich wehmütig an die schöne und erlebnisreiche Zeit in der Badeanstalt und die gute Kameradschaft in den Jugendgruppen.

Am 20.April 1971 beschlossen die anwesenden Mitglieder den Verein aufzulösen. Es wurde diskutiert, mit dem TSV zu fusionieren. Dieser Vorschlag wurde aber mit Mehrheit abgelehnt. Jeder sollte selbst über eine Mitgliedschaft im TSV Brunkensen entscheiden. Weiter wurde beschlossen, für die verbliebenen Vereinsmitglieder einen Abschlussabend zu gestalten. Dieser fand im Sommer 1975 im Gasthaus „Zur Post“ statt.

Am 23.September 1975 wurde der Verein aus dem Vereinsregister amtlich gelöscht.

Aus dem Kreis der frühen Jugendgruppen-Mitglieder hat sich ein lebenslanger Freundeskreis entwickelt. Seit über 35 Jahren wird einmal im Jahr ein Zusammentreffen organisiert. Über mehrere Tage treffen wir uns zum Wandern, jedes Mal an einem anderen Ort.

Die Daten habe ich aus vorhandenen Unterlagen entnommen oder aus eigenem Erleben in Erinnerung behalten. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

 

 

Brunkensen, im Oktober 2012

Werner Sürig

 

(Anmerkungen in kursiver Schrift wurden ergänzt)

 zurueck zur vorherigen Seite

zurueck / nach oben an den Seitenanfang

vorwaerts auf eine bereits gesichtete Seite

Sollte sich auf der linken Seite des Bildschirmes kein Menü befinden, so klicken Sie bitte hier.
 

Stand:18.04.2023