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Hohenstein


Zwischen Steinbruch und Erdrutsch ragt, mit der Oberseite in Höhe des Odenbergrückens, der Hohenstein aus dem Berghang. Dieser schmale, senkrecht aufsteigende Felsen am Rand der Wolfsschlucht  muss in früheren Zeiten zweifellos der markanteste Orientierungspunkt im Glenetal gewesen sein, bis - gegen Ende des 19. Jahrhunderts - der Kikedal großflächig ins Rutschen geriet und die Bruchkante des Erdrutsches seitdem, weithin sichtbar, die optische Dominanz übernahm. Der Hohenstein ist wegen dichten Baumbestandes zur Zeit nur im Winterhalbjahr zwischen hohen Buchen zu sehen. Die frühere Bedeutung des Hohensteins drückt sich u. a. durch seine Einbeziehung in das Brunkenser Heimatlied aus.

Brunkenser Heimatlied  

Zu Brunkensen unter’m Hohenstein, 
am klaren Glenebach. 
Zu Brunkensen da wir geboren 
und uns die Heimat erkoren, 
schirmt uns das väterliche Dach

Hoch auf den steilen Bergeshöh’n, 
der stolze Buchenwald. 
Im Tal das Getriebe der Mühle, 
von Spinnrad und Webegestühlen. 
Das Korn, das woget und wallt.

Räuber Lippold in der Felsenschlucht 
lebt lange schon nicht mehr. 
Nur dunkle Sagen verraten 
des Räubers schauderhafte Taten. 
Sein Weib schrie Hilfe und Weh.

Wir haben frohen Sinn und Mut 
von Gott so reich beschert. 
Wir gehen bergauf und bergunter 
und sind dabei fröhlich und munter, 
wenn nur kein Bösewicht uns kränkt.

Es gebe Gott der Siegesheld 
uns Segen und Gedeih’n. 
So wollen wir hieniden, 
zu Brunkensen wohnen zufrieden, 
der lieben Heimat uns freu’n.

Melodie: Schier dreißig Jahre bist du alt... Gedichtet von dem Bauernsohn Rudolf Holze

 



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